HSG Lenzburg 1 – TSV Frick 1 28 : 33 (14 : 17)

Schlechter Lohn

 Dass es am Ende nicht für wenigstens einen Punkt gereicht hat, war für die HSG Lenzburg ein schlechter Lohn für eine über weite Strecke gute Leistung.

Denn der Aufstiegsfavorit aus dem Fricktal musste für den Sieg mehr Arbeiten und vor allem Leiden als er sich dies wohl ausgemacht hatte. Zwei Überraschungen hatte Lenzburg für den Gast auf Lager. Zum einen die Absenz von Shooter Sämi Werder, welchen die Fricker gerne von der ersten Minute mit einer Manndeckung bedacht hätten. Zum anderen die äusserst offensiv ausgerichtete Verteidigung der HSG. Frick sah zwar viele offene Räume, der Weg zu einem unbedrängten Torabschluss blieb ihnen aber oft versperrt.

Bis zur 22. Minute entwickelte sich eine ausgeglichene, auf einem erfrischendem 2. Liga Niveau geführte Partie. Denn auch die Gäste hielten die Lücken in der Defensive klein. Lenzburg kam vor allem über die Flügel zu guten Abschlüssen. Oder der glänzend aufgelegte Martin Ulrich fand mit seinen Würfen den Weg zum Torerfolg.

Eine kurze Schwächephase nutzte der TSV Frick zur 14:17 Pausenführung.

Diese drei Tore Differenz konsolidierten sich bis Minute 45. Lenzburg betrieb weiterhin grossen Aufwand, agierte aber in den entscheidenden Situationen unglücklich. Erschwerend kam hinzu, dass sich das Schietsrichterduo durch die Theatralik der Fricker beirren lies und hart aber fair zupackende Lenzburger auf die Strafbank schickte. So befand Tobias Buri nach Spielschluss: „Heute sind wir für den Versuch attraktiven Handball zu spielen bestraft worden.“

Dass das Spiel am Ende mit 28:33 verloren ging, hing aber nicht an den vereinzelt zweifelhaften Entscheiden der Unparteischen. Der TSV Frick war an diesem Samstag einfach das abgeklärtere Team. Um solche Spiele auch mal gewinnen zu können braucht die HSG Lenzburg noch einen kleinen Schritt vorwärts.

  HSG Lenzburg: Raphi Frey, Fabian Huonder; Florian Barmettler(3), Nico Baumann (3), Tobias Buri (1), Adrian Fischer (9), Roman Hintermann, Patrick Merz (1), Ronny Proske, Yves Troxler (2), Martin Ulrich (6), Michel Woodtli (3)

Gabriel Frey, Pascal Troxler (beide nicht eingesetzt)

Trainer: Roland Gisiger