TV Zofingen 2 : HSG Lenzburg 1 27:32 (13:14)
Nach dem missglückten CUP-Auftritt am Montag beim gleichen Gegner und in derselben Halle, hatte sich das Team von Roli Gisiger auf eine Leistungssteigerung eingestellt. Die Deckungsprobleme und die Absprache zwischen Torhüter und Verteidigung wurden analysiert. Im Angriff geduldiger spielen und auf die guten Chancen warten, damit der Gegner nicht wieder so einfache Tore mittels Gegenstösse machen kann.
Kampfschrei, Anpfiff, 10 Minuten vorbei, 6:2 für Zofingen, Timeout. Genau so hatten sich es die Lenzburger nicht vorgestellt. Vorne suchte der Rückraum verfrüht den Abschluss und in der Verteidigung wurde nicht richtig zugepackt. Instruiert und wachgerüttelt versuchte das Gastteam einen Neustart und es funktionierte. Die Angriffe wurden druckvoller und die Zofinger bekundeten immer mehr Mühe. Der Trainer vom Heimteam sah sich gezwungen zu reagieren und setzte eine Manndeckung auf den Lenzburger Spielmacher an. Doch an diesem Samstag reagierte Lenzburg richtig auf diese Massnahme und begann den nun noch mehr vorhandenen Raum auszunutzen. Allen voran Patrick Merz setzte sich mehrer male im 1 gegen 1 durch und erzielte einfache aber wichtige Tore. Nach 22 Minuten und des Feststellens seitens Zofingen, dass die Manndeckung nichts gebracht hat, verteidigten sie wieder in der ursprünglichen Form. Doch die HSG war ins Rollen gekommen. Man liess den Ball gut zirkulieren und agierte mit dem nötigen Druck. Im Tor hielt Fabian Huonder mehrere Schüsse und die Verteidigung arbeitet nun so, dass die Zofinger weniger gute Chancen nehmen mussten und so mit Fehlwürfen erfolglos blieben. Das Blatt wendete sich und bis zur Pause konnte Lenzburg sogar mit 1 Tor in Führung in die Kabiene.
Mit dem Selbstvertrauen in der Brust startete die HSG in die 2. Halbzeit. Die Verkrampfung aus den 3 Niederlagen war gelöst und sie bauten die Führung Tor um Tor aus. Aus der stabilen Abwehr fuhr man einige Konter mit hervorragenden Pässen vom Torhüter. 7 Tore Vorsprung hiess es zwischenzeitlich für Lenzburg bis eine Schwächephase eine weiteres Ausbauen der Führung verhinderte. In einer nun hektischen Phase, in welchen die Schiedsrichter mit skurrilen Entscheiden mehrere Male für Verwunderung sorgten, bei Zuschauern wie bei Spielern, gelang es den Gästen den Sieg ins Trockene zu bringen. Die Revanche war geglückt und zwei wichtige Punkte wurden aus Zofingen entführt.
Am kommenden Sonntag gilt es gegen Muri an diese Leistung anzuknüpfen. Das um wichtige Spieler geschwächte Kader (Urech: Leisten; Troxler und Hintermann: Bänder Sprunggelenk; Proske: Knie) muss weiter geduldig Spielen und als Team auftreten, gemeinsam in der Vereidigung arbeiten und sich den Erfolg erkämpfen. Anpfiff ist um 14.30 Uhr in Muri Bachmatten.
HSG Lenzburg: Huonder, Frey , Barmettler (2), Baumann, Buri (1), Fischer (8), Merz (4), Ulrich (3), Werder (9), Woodtli (5)














