Herren 1 – SG Suhrental/Oberentfelden 1 33 : 29 (17 : 13)

Geglückte Revanche vor rekordverdächtiger Kulisse

Rückblick: 18.09.2010. Die HSG Lenzburg stieg mit Ambitionen in die Saison 2010/2011.

Mit Zittern um den Ligaerhalt sollte es endlich vorbei sein. Der Schritt zu einem Team, welches um die vorderen Plätze mitspielt wurde angestrebt. Der Gast aus dem Suhrental wurde fälschlicherweise als lockerer Auftaktgegner gsehen.

Nun, die Saison wurde dann doch erfolgreich. Die Niederlage zu Saisonbeginn gegen diesen Gegner hat aber noch lange geschmerzt.

 

Gegenwart: 6.11.2011. Die Revanche musste her. Diesmal kam es niemandem in den Sinn diesen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Erstens aus oben genanntem Grund. Zweitens ist die SG Suhrental/Oberentfelden so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Mit einem Sieg gegen Absteiger Brugg hat sie für die Überraschung der bisherigen Saison gesorgt.

 

Dank Sponsorenapéro, Sonntagspiel, kompletter Heimrunde und wohl auch einfach darum weil Handball in Lenzburg Spass macht, war die Tribüne in der Lenzburger Neuhofhalle mit 380 gezählten Zuschauern (Quelle, der Präsident) bestens gefüllt.

Die Voraussetzungen für ein Handballfest waren geschaffen.

 

Lenzburg mit leichten Vorteilen

Es entwickelte sich auch rasch ein Spiel auf einem Niveau, welches sich in der 2. Liga sehen lassen darf. Tempo, Dynamik, Taktik. Von allem war etwas dabei. Die HSG Lenzburg lag stehts in Führung. Konnte sich vom Gegner aber nie richtig absetzen. Dies hatte drei Gründe. Die in den letzten Spielen stark haltenden Torhüter der Gastgeber erwischten für einmal nicht ihren besten Tag. Weder zu Beginn Fabian Huonder, noch der bald darauf eingewechselte Billy Frei konnten den ein oder anderen Big Save landen. Die Chancenauswertung war mangelhaft. Immer wieder scheiterten die Lenzburger am Gästetorhüter oder an sich selber. Und zuletzt war Suhrentals Topscorer Roland Hunziker in der Lage aus jeder sich bietenden Situation aufs Tor zu werfen und meist auch zu treffen.

Kleiner Einbruch verhinderte deutlicheren Sieg

Mitte der zweiten Hälfte vermochte sich die HSG mit bis zu sechs Toren abzusetzen. Die SG Suhrental/Oberentfelden gab sich aber zu keinem Zeitpunkt geschlagen. So kam fünf Minuten vor Schluss nochmals so was wie Spannung auf. Genau zu dem Zeitpunkt als dem sonst besten Lenzburger, Sämi Werder, an diesem Sonntag zwei ungewöhnliche Fehler unterliefen und die Gäste mittels Gegenstösse auf drei Tore verkürzen konnten. Trainer Roland Gisiger hat in dieser Phase mit dem Entscheid Tobias Buri anstelle Werders aufs Feld zu schicken genau richtig reagiert. In der aus Lenzburger Sicht unnötig hektischen Schlussphase hat man kühlen Kopf bewahrt und die beiden ersten Punkte zuhause gewonnen.

 

HSG Lenzburg: Billy Frey, Raphi Frei, Fabian Huonder; Florian Barmettler(1), Nico Baumann (5), Tobias Buri (3), Adrian Fischer (4), Patrick Merz (6), Sämi Werder (10) Michel Woodtli (4)

Ohne: Gabriel Frey, Pascal Troxler, Florian Zgraggen (alle nicht eingesetzt); Martin Ulrich (gesperrt); Roman Hintermann, Ronny Proske, Yves Troxler, Patrick Urech (alle verletzt); Marius Schläpfer (abwesend)

 

Trainer: Roland Gisiger